BZ-Rechner

Blutzuckerumrechner für mmol/l und mg/dl inkl. HbA1c (geschätzt)

HbA1c mg/dl mmol/l
Der angebene HbA1c ist nur ein Näherungswert. Er ersetzt nicht den vom Arzt gemessenen HbA1c, und darf nicht für Therapiezwecke verwendet werden.

Heute gelesen.....

Informationen, die mit Diabetes zu tun haben, aus aller Welt. Die geposteten Informationen sind keine Meinungskundgebungen der Administratoren!

Re: Heute gelesen.....

Beitragvon hut » Di 23. Jul 2019, 23:21

diabetesclub.ch ist in der Medical Tribune auf einen interessanten Bericht aus der 50.Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft gestossen:

SPORT SCHÜTZT NICHT JEDEN VOR HYPERGLYKÄMIE
Mehr bewegen, gesünder essen! Diese Standardempfehlungen sollen Menschen mit metabolischen Risikofaktoren vor der Diabetes-Manifestation bewahren. Doch nicht bei allen schlägt eine solche Intervention gleich gut an!


Die Zahl der Sport-Non-Responder schwankt je nach untersuchtem Parameter zwischen zehn und 40 %, wie Dr. Anja Böhm von der Universitätsklinik Tübingen bei der 50. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Berlin berichtete. Bei rund 10 % der Patienten lassen sich sogar unerwünschte Effekte im Zusammenhang mit einem Bewegungsprogramm feststellen.

„Das ist eine irritierende Feststellung, denn wir gehen schließlich in unseren Empfehlungen immer davon aus, dass Sport den Blutzucker senkt, die Insulinsensitivität erhöht und das viszerale Fett verringert.“ Dr. Böhm stellte insbesondere Daten aus einer Sekundäranalyse der PREPARE*-Studie1 von 2011 vor, bei der Patienten mit Prädiabetes neben einer Schulung zu einem gesünderen Lebensstil auch ein persönliches Trainingsprogramm mit einem Schrittzähler erhielten.
Genvariation beeinflusst Insulinwirkung ungünstig
„Bislang konzentrierten wir uns bei allen Studien mit Sportinterventionen immer auf diejenigen Studienteilnehmer, bei denen Bewegung einen positiven Effekt zeigt“, sagte Dr. Böhm. Den Non-Respondern habe man bislang nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Entsprechend tappen die Fachleute noch weitgehend im Dunkeln bei der Frage, welche Parameter dafür verantwortlich sind, dass jemand nicht von einem Bewegungsprogramm profitiert. Unklar bleibt auch, warum manche unter Umständen hinterher sogar schlechtere Stoffwechselwerte aufweisen als zu „fauleren Zeiten“ vor Studienbeginn.

Als mögliche Risikofaktoren gelten der Phänotyp der Patienten, aber auch genetische Faktoren sowie eine geringe Insulinsekretion. „Es scheint auf mitochondrialer Ebene der Muskeln eine Genvariante zu geben, welche die Insulinwirkung und Insulinproduktion ungünstig beeinflusst. Doch wir sind noch nicht so weit, als dass wir eine klare Empfehlung abgeben können, welche diesen Patienten hilft“, sagte Dr. Böhm.

Die Lebensstilforschung läuft auf Hochtouren
Zielführende Erkenntnisse erhofft sich die Diabetologin unter anderem vom Tübinger-Lebensstil-Interventionsprogramm (TULIP2) und der darauf basierenden deutschlandweiten Prädiabetes-Lebensstil-Interventionsstudie (PLIS) des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Darin wird derzeit untersucht, warum manche Menschen trotz Gewichtsabnahme und sogar bei Normalgewicht an Diabetes Typ 2 erkranken. „Wir müssen daran arbeiten, dass wir auch diesen Nonrespondern eine funktionierende Therapie anbieten können – sei es in Form eines Medikaments oder einer speziellen Lebensstilintervention“, erklärte Dr. Böhm.
Quelle: 50.Jahrestagung Deutsche Diabetes-Gesellschaft

Pille statt Sport? Bloß nicht darauf verlassen

Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach … Nicht jedem Risikopatienten gelingt es, sich zu mehr Bewegung zu motivieren. Manch einer bringt auch so viele überschüssige Pfunde auf die Waage, dass er seinen Gelenken erst einmal keinen Sport zumuten sollte.

Für diese Zielgruppe tüfteln Forscher seit geraumer Zeit an einer Pille, die auf Zellebene dieselben Effekte bewirken soll wie regelmäßige Bewegung. Doch auf eine solch einfache Lösung sollte man vorerst keine Hoffnung setzen, meint Dr. Henrike Sell vom Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf beim DDG-Kongress.

So habe man lange geglaubt, dass sich mit Hilfe des körpereigenen Botenstoffes Irisin weiße („schlechte“) Fettzellen in braune („gute“) Adipozyten umwandeln lassen. „Das funktioniert bei Mäusen, doch leider nicht bei Menschen“, so Dr. Sell.

Auch vom Hoffnungsträger Resveratol müssten sich Sportmuffel verabschieden: Zwar stimuliere die Substanz in höheren Konzentrationen die Biogenese neuer Mitochondrien in den Muskeln und damit die Energieverbrennung. Doch der Wirkmechanismus sei noch unklar, zudem gebe es Hinweise auf negative Effekte im Zusammenspiel mit richtigem Sport.

Dr. Sell betonte, Sport-Mimetika könnten im besten Fall nur zur Gewichtsreduktion und zur Abnahme der Fettgewebsmenge beitragen. „Doch Sport hat so viele positive Effekte auf alle Organe und die Psyche, dass er nicht durch ein Medikament zu ersetzen ist.“

Quelle: Medical Tribune / 50.Jahrestagung Deutsche Diabetes-Gesellschaft
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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon hut » Di 30. Jul 2019, 09:25

Hypoglykämien gehören zu den am meisten gefürchteten Komplikationen einer Insulintherapie. diabetesclub.ch ist auf einen Artikel in der Ärztezeitung gestossen:

WAS BEI HYPOGLYKÄMIEN IM HIRN PASSIERT

„Hypoglykämien sind häufiger, als man denkt“, sagte Professor Werner Kern, Endokrinologikum Ulm, bei einer Veranstaltung in Berlin. In einer vierwöchigen prospektiven Studie entwickelten 80 Prozent aller Typ-1-Diabetiker, aber auch 40 Prozent der Typ-2-Diabetiker eine Hypoglykämie. Bei 37 Prozent der Typ-1-Diabetiker und bei zwölf Prozent der Typ-2-Diabetiker traten diese nachts auf.

Die Häufigkeit einer schweren Hypoglykämie, bei der Hilfe erforderlich wurde, betrug neun Prozent beziehungsweise fünf Prozent und eine stationäre Aufnahme war bei zwei Prozent beziehungsweise einem Prozent notwendig.

77 Prozent aller Diabetiker gaben an, dass sie meistens oder zumindest zeitweise Angst vor einer Hypoglykämie entwickeln. „Die Furcht vor einer Hypoglykämie rangiert bei Patienten genau so hoch wie die Furcht vor einer Erblindung oder einer Nierenkomplikation“, betonte Kern. Dazu komme, dass die Angst vor Hypoglykämien die Behandlungsziele ungünstig beeinflusse und die Therapietreue der Patienten vermindere.

Eine Befragung bei Ärzten ergab, dass über 70 Prozent ihre Patienten aggressiver behandeln würden, wäre da nicht die Angst vor einer Hypoglykämie. Und fast jeder zweite Typ-2-Diabetiker reduziert sogar nach einer leichten Hypoglykämie die Insulindosis. „Die Insulin-DosisReduktion aus Angst vor Hypos ist häufig nicht rational begründet“, erklärte Kern.

Zunahme des Transports von Glukose
Nach rezidivierenden milden Hypoglykämien kommt es zu einer Zunahme des Transports von Glukose und alternativen Substraten ins Gehirn, einer Zunahme der Glukokinase-Aktivität und der Glykogenspeicher im Gehirn.
Dadurch wird das Gehirn während einer Hypoglykämie besser mit Energie versorgt mit der Folge, dass die Gegenregulation verspätet einsetzt und die Hypoglykämie-Symptome nicht wahrgenommen werden. Man spricht dann von einer Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung.

Quelle:
https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... siert.html
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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon hut » So 4. Aug 2019, 17:25

Dass es sich lohnt, auf eine möglichst gute Blutzucker-Einstellung zu achten, untermauert ein Bericht, auf welchen diabetesclub.ch in der Medical Tribune gestossen ist:

KOGNITIVE STÖRUNGEN BEI TYP-1-DIABETES

Patienten mit Typ-1-Diabetes müssen mit vorzeitigen kognitiven Einschränkungen rechnen. Ursächlich scheinen Gefäßschäden eine größere Rolle zu spielen als Hypoglykämien.

Dass schwere Hypoglykämien das Risiko für kognitive Störungen steigern können, weiß man zumindest von Patienten mit Typ-2-Diabetes. Bei Typ-1-Diabetikern fanden sich dagegen bisher nur geringfügige Einbußen. Allerdings könnte hier auch der Altersunterschied eine Rolle spielen, schließlich waren die Patienten mit Typ-1-Diabetes unter 40 Jahre und die mit Typ 2 über 60 Jahre alt, so der Diabetologe Professor Dr. Manfred Dreyer, Bethanien-Krankenhaus Hamburg.

Deshalb wurde nun der Geisteszustand von 201 Typ-1-Diabetikern ab 60 Jahre und mit einer Krankheitsdauer von mindestens 20 Jahren untersucht. Ausschlusskriterien waren eine eGFR <30 ml/min, Heimunterbringung, bekannte Demenz und schwere Erkrankungen mit geringer Lebenserwartung. 48 % zeigten in Tests kognitive Einschränkungen.

Patienten mit Typ 1 und Typ 2 ähnlich betroffen
Die Personen mit und ohne Einbußen unterschieden sich weder im Alter noch in der Diabetesdauer oder bei der Anzahl durchgemachter schwerer Hypoglykämien. Auch Patienten mit mehr als 20 Ereignissen litten nicht vermehrt an kognitiven Defiziten. Nach einer Adjustierung blieben als Prädiktoren Hypoglykämien im letzten Jahr, gestörte Hypoglykämie-Wahrnehmung und Blutzuckerwerte unter 60 mg/dl in der kontinuierlichen Glukosemessung erhalten.

In einer weiteren Arbeit verglich man Patienten, die schon mehr als 50 Jahre an Typ-1-Dia¬betes litten, mit gleichaltrigen Typ-2-Diabetikern und Stoffwechselgesunden. In kognitiven Tests zeigten die Patienten mit Typ 1 und Typ 2 nahezu identische kognitive Einbußen. Von den Typ-1-Patienten erzielten jene mit Makroangiopathie signifikant schlechtere Ergebnisse in den exekutiven Funktionen. Die Patienten mit mikrovaskulären Komplikationen fielen dagegen eher durch eine verlangsamte Psychomotorik auf.

Quelle:
https://www.medical-tribune.de/medizin- ... -diabetes/
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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon hut » Di 6. Aug 2019, 18:17

NASENPUDER ZUR HYPOGLÄMIEBEHANDLUNG

Zur Behandlung von Hypoglykämie wurde ein neues Medikament zugelassen, das nicht injiziert werden muss.
Vor wenigen Tagen hat die Food and Drug Administration (FDA) für die Notfallbehandlung bei schwerer Hypoglykämie eine Glucagon-Therapie zugelassen, bei der keine Injektion notwendig ist. Dieser Indikation geht ein akuter Fall der Blutzuckerwerte voraus, bei der Patienten sich häufig verwirrt fühlen oder ihr Bewusstsein verlieren können, was die Unterstützung einer anderen Person erfordert.

Schneller als die Notfallspritze
„Bei Menschen mit Diabetes besteht das Risiko, dass ihre Blutzuckerwerte unter die Normalgrenze fallen. Es gibt viele Produkte auf dem Markt für jene, die Insulin benötigen. Aber Menschen, die an ernsthaften hypoglykämischen Episoden leiden, mussten bisher mit einer Glucagon-Injektion behandelt werden, die vor Gebrauch in mehreren Schritten zusammengemischt werden muss“, erklärt Janet Woodcock vom Center for Drug Evaluation and Research in der offiziellen Mitteilung der FDA. „Diese neue Darreichungsform könnte diesen heiklen Prozess während einer Episode vereinfachen, zumal die Möglichkeit besteht, dass der Patient sein Bewusstsein verliert oder einen Krampfanfall erleidet. In solchen Situationen wollen wir die Anwendung für Betroffene so einfach wie möglich gestalten.“

Quelle / mehr dazu
https://www.doccheck.com/de/detail/arti ... 0(Dienstag)-2019-08-06&utm_content=asset&utm_term=article
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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon hut » Mo 12. Aug 2019, 09:52

Kehrtwenden in der Medizin sind gar nicht so selten. Eine Untersuchung offenbart: Fast 400 Mal wurde allein in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten das medizinische Wissen erschüttert. diabetesclub.ch ist auf einen Bericht in der Ärzte Zeitung gestossen:

ZWISCHEN 2003 UND 2017:
396 STUDIEN HABEN DIE MEDIZIN REVOLUTIONIERT

Seit geraumer Zeit sind Bemühungen im Gange, die medizinische Praxis auf eine solide empirische Grundlage zu stellen. Das gilt für jene Ärzte, die sich der evidenzbasierten Medizin verschrieben haben, ebenso wie für die Mediziner, die sich in der Initiative „Klug entscheiden“ zusammengeschlossen haben.

Denn nicht alles, was medizinisch etabliert ist, gilt als wissenschaftlich fundiert. Und so kommt es immer wieder zu Situationen, in denen sich ein verbreitet praktiziertes Verfahren bei genauerem Hinsehen als praktisch nutzlos erweist. Diana Herrera-Perez von der Oregon Health & Science University in Portland hat nach solchen Kehrtwenden gefahndet.

Quelle / mehr dazu:
https://www.aerztezeitung.de/medizin/ar ... A4CC484YI4
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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon hut » Mi 14. Aug 2019, 13:11

diabetesclub.ch ist in der Aktuellen Coop Zeitung uf eine interessante Kurzmitteilung gestossen:

WORKAHOLICS HABEN DICKERE KINDER

Kinder, deren Eltern viel und lange arbeiten, haben ein erhöhtes Risiko, an Übergewicht zu leiden. Dies zeigt eine deutsche Studie. Vorschulkinder von Müttern, die 35 Stunden oder mehr pro Woche erwerbstätig sind, tragen ein höheres Risiko als Kinder, deren Mütter nicht arbeiten. Die Wahrscheinlichkeit steigt, wenn auch die Väter lange Arbeitszeiten haben. Das gilt für Kinder aus Familien mit mittlerem und hohem Einkommen. Ein Kita-Besuch mindert das Risiko für Übergewicht.

Quelle:
Coopzeitung.ch Nr. 33
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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon diabetix » Mi 14. Aug 2019, 20:25

,,,Begründung??
Eventuell "Frustessen" oder schneller und häufiger "Junkfood" :?:

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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon sonnenblume » Fr 16. Aug 2019, 16:49

Der Bericht über das Nasenpuder bei Hypoglykämiebehandlung hat mich sehr interessiert. Ich habe gleich meine Tochter (Pharma-Assistentin) damit beauftragt herauszufinden, wo der Spray erhältlich ist. Nach einem Tel. nach Deutschland wird von dort aus in der USA nachgefragt und bestellt wenn möglich. Wenn es euch interessiert kann ich euch dann berichten. Ich stelle mir vor, dass es auch für einen Laienhelfer einfacher ist, ein Nasenspray zu verabreichen als eine Injektion zu machen.
Wenn das Leben dir ein Diabetes-Monster gibt, stehe auf und spiele mit ihm!
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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon hut » Sa 17. Aug 2019, 12:49

@Sonnenblume
Wahrscheinlich wird es noch einige Zeit dauern, bis der Nasenpuder Baqsimi® von Eli Lilly and Company das Zulassungsverfahren in der Schweiz durchlaufen hat.
Auf weitere Informationen sind wir natürlich sehr gespannt.
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Re: Heute gelesen.....

Beitragvon hut » Mo 19. Aug 2019, 22:20

diabetesclub.ch ist in der aktuellen Ausgabe des d-journals, der Zeitschrift der Schweiz. Diabetesgesellschaft (http://www.diabetesschweiz.ch) auf einen Artikel gestossen, welcher eine hohe Relevanz im Leben zahlreicher Diabetesbetroffenen darstellt:

DIABETES AM ARBEITSPLATZ
Der Jurist Dr. iur. Matthias Oertle nimmt Stellung zur Informationspflicht des Arbeitnehmers mit Diabetes:

Diabetes am Arbeitsplatz ist für die Betroffenen oft ein unangenehmes Thema. Obwohl in den meisten Fällen akute Symptome nur in Ausnahmesituationen auftreten, leiden Menschen mit Diabetes unter einer einschränkenden Krankheit. Sie sind sich allerdings oft unsicher, ob sie diese dem Arbeitgeber offenlegen müssen.

Arbeitsrechtliche Informationspflichten
Grundsätzlich ist der Arbeitnehmer sowohl bei der Stellenbewerbung als auch während des Arbeitsverhältnisses verpflichtet, dem Arbeitgeber gewisse Informationen über seine Krankheit mitzuteilen. Diese Verpflichtung besteht allerdings nur dann, wenn ein Bewerber oder Arbeitnehmer für die fragliche Stelle infolge seiner Krankheit ungeeignet ist – sprich, wenn die Arbeitsleistung aufgrund der Krankheit nicht vertragsgemäss erbracht werden kann.
Der Möbelpacker mit Rückenleiden, der Bergführer mit Höhenangst und der Bäckerlehrling mit Mehlstauballergie sind z. B. aufgrund ihrer Leiden zweifelsfrei nicht in der Lage, die vereinbarte Arbeitsleistung zu erbringen. Hier besteht deshalb eine Informationspflicht. Bei weniger offensichtlichen Leiden ist die Informationspflicht aber nicht eindeutig. Zum Beispiel sind Infektionskrankheiten nur dann mitzuteilen, wenn sie eine Gefahr für Mitarbeiter oder Dritte darstellen. So ist die HIV-positive Chirurgin zur Mitteilung an den Arbeitgeber verpflichtet, der Bankkaufmann, welcher an derselben Krankheit leidet, hingegen nicht.

Differenzierung bezüglich der Symptome
In Bezug auf die Informationspflicht des diabetesbetroffenen Arbeitnehmers muss ermittelt werden, ob die Auswirkungen der Erkrankung den Arbeitnehmer für die fragliche Stelle als absolut ungeeignet erscheinen lassen oder ob eine Gefahr für die eigene Person, Mitarbeiter oder Dritte besteht. Bei Symptomen wie starkem Durst, vermehrtem Wasserlassen oder schnellerer Ermüdung besteht deshalb in der Regel keine Informationsflicht.
Falls aber ein Risiko für Entgleisungen des Blutzuckers besteht, resultiert bei Berufen, welche etwa den Umgang mit schweren Maschinen oder Waffen erfordern, eine unmittelbare Gefahr für Dritte. Auch wenn der Beruf eine sogenannte Garantenstellung mit sich bringt – also wenn eine eingeschränkte Reaktionsfähigkeit die Gesundheit von Drittpersonen gefährden kann – ist eine Informationspflicht in der Regel zu bejahen. Weiter besteht auch die Möglichkeit, dass aufgrund der arbeitsplatzbedingten Umgebung eine sachgerechte Lagerung des Insulins nicht oder nur unzureichend möglich ist, was wiederum zu einer erhöhten Gefahr für den Arbeitnehmer und Dritte und somit zu einer Informationspflicht führen kann.

Praxisbezug
Aus rechtlicher Sicht liegt bei vielen Berufen keine Informationspflicht für Diabetesbetroffene vor. Weil die meisten Fälle von Diabetes sehr gut therapierbar sind, sind Diabetiker für die Ausübung von vielen Berufen geeignet und haben somit keine Pflicht, ihr Leiden dem Arbeitgeber mitzuteilen.
In der Praxis sollten sich Diabetesbetroffene allerdings trotzdem gut überlegen, ob sie dem Arbeitgeber – oder zumindest den Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen – ihre Krankheit nicht gleichwohl zur Kenntnis bringen wollen. Dies einerseits, um die Akzeptanz und das Bewusstsein zu fördern, dass sie in der Regel mehrmals täglich eine Spritze setzen oder Tests durchführen müssen. Andererseits dient eine Information auch dem Selbstschutz, indem ihre Arbeitskollegen im Falle eines hypoglykämischen Komas wissen, wie sie sich zu verhalten haben.
Für die meisten Arbeitgeber sollte Diabetes kein Grund für eine Nichteinstellung sein. In gewissen, auf Ernährung ausgerichteten Berufen, könnte Diabetes unter Umständen sogar ein Vorteil sein, da Betroffene bereits früh mit Ernährungsfragen konfrontiert werden und sich in der Regel eingehend damit auseinandersetzen.

Quelle mit Fallbeispielen:
https://www.d-journal.ch/uebriges/diabe ... eitsplatz/
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