BZ-Rechner

Blutzuckerumrechner für mmol/l und mg/dl inkl. HbA1c (geschätzt)

HbA1c mg/dl mmol/l
Der angebene HbA1c ist nur ein Näherungswert. Er ersetzt nicht den vom Arzt gemessenen HbA1c, und darf nicht für Therapiezwecke verwendet werden.

Heute gelesen.....

Informationen, die mit Diabetes zu tun haben, aus aller Welt. Die geposteten Informationen sind keine Meinungskundgebungen der Administratoren!
Antworten
Benutzeravatar
hut
Chief Executive Officer
Beiträge: 5910
Registriert: Fr 28. Mai 2010, 21:46
Diabetiker / Angehörige: Typ 1
Diabetes seit: 0- 0-1990
Therapieform: Insulin
Pumpe-/Pen-Typ: Novopen 5
BZ-Messgerät: FreeStyle Libre mit LibreLink-App
Insulin: Fiasp / Tresiba
Wohnort: Zürcher Oberland
Kontaktdaten:

Re: Heute gelesen.....

Beitrag von hut » Mi 8. Jan 2020, 10:00

diabetesclub.ch ist auf einen Bericht gestossen, wonach Forscher herausgefunden haben, warum Bewegung bei manchen Patienten mit erhöhtem Diabetesrisiko einen Übergang zu Typ-2-Diabetes verhindern kann – und bei anderen nicht.

Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko:
MIKORBIOM BEEINFLUSST, OB SPORT WIRKT


Ärzte raten bekanntlich zu mehr Bewegung, wenn bei einem Patienten ein erhöhtes Diabetesrisiko festgestellt wird. Häufig lässt sich damit der Übergang zu einem Typ-2-Diabetes verhindern oder verzögern – aber eben nicht immer.
Ein bestimmter Anteil der Betroffenen weist eine Trainingsresistenz auf: Bei ihnen zeigt die sportliche Betätigung keinerlei Wirkung oder fördert sogar die Entwicklung von Diabetes.

Ein internationales Forscherteam, an dem auch das Jenaer Leibniz- Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll- Institut (HKI) beteiligt ist, hat nun Hinweise gefunden, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms Einfluss darauf hat, ob Sport tatsächlich vor Typ-2-Diabetes schützen kann oder nicht.

„Klarer Zusammenhang“
In ihrer Studie haben die Wissenschaftler das Darmmikrobiom von 39 Männern mit erhöhtem Diabetesrisiko, die positiv auf Sport ansprechen, mit dem von Patienten verglichen, bei denen Bewegung keinerlei Wirkung hatte. Die Ergebnisse zeigten einen klaren Zusammenhang zwischen Darmmikrobiom, Bewegung und Blutzuckerwerten, berichtet das Leibniz-HKI.

„Es gibt eine hohe Variabilität bei der Reaktion von Blutzuckerwerten auf sportliche Betätigung. Wir konnten herausfinden, dass diese in Abhängigkeit des Darmmikrobioms steht“, wird Studienautor Professor Gianni Panagiotou vom Leibniz-Institut in der Mitteilung zitiert. Dabei beziehen sich diese Unterschiede sowohl auf die Zusammensetzung des Mikrobioms, als auch auf seine Funktionalität.

So produziere das Darmmikrobiom von erfolgreich Therapierten mehr nützliche kurzkettige Fettsäuren und baue vermehrt verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA, Branched-Chain Amino Acids) ab, während bei Patienten, die nicht auf Sport ansprachen, eher metabolisch schädliche Verbindungen auftraten, schreiben die Wissenschaftler.

Kontrollexperiment mit Mäusen
In einem Kontrollexperiment übertrugen die Forscher anschließend das Darmmikrobiom der unterschiedlich reagierenden Patienten auf fettleibige Mäuse. Nur das Mikrobiom der Patienten, bei denen die Bewegungstherapie wirksam war, führte bei den Mäusen zu denselben positiven Auswirkungen: Bei den Tieren verbesserte sich daraufhin die Insulinresistenz.
Wurde das Mikrobiom von Patienten, bei denen Sport keinerlei Effekt hatte, übertragen, hatte das bei den adipösen Mäusen keine positiven Auswirkungen.

Mit der Untersuchung des Darmmikrobioms ließe sich also womöglich voraussagen, wie gut Menschen mit einem erhöhten Diabetesrisiko auf sportliche Betätigung ansprechen. „Diese Erkenntnis ermöglicht es, zukünftig personalisierte Therapieansätze zu entwickeln“, hofft Studienautor Panagiotou. Zudem könnten durch die Beeinflussung des Mikrobioms die positiven Auswirkungen von Sport bei Patienten mit erhöhtem Diabetesrisiko verstärkt werden.

Quelle:
www.aerztezeitung.de
Wer einen Tippfehler findet, darf ihn behalten, ich besitze noch einen genügenden Vorrat davon!
diabetesclub.ch
. ist auch auf Facebook:
https://www.facebook.com/diabetesclub.ch
. betreibt die Facebook Gruppe "FGM (FreeStyle Libre) und CGM Anwender Schweiz": https://www.facebook.com/groups/www.diabetesclub.ch
. postet auf Instagram: diabetesclub.ch

Benutzeravatar
hut
Chief Executive Officer
Beiträge: 5910
Registriert: Fr 28. Mai 2010, 21:46
Diabetiker / Angehörige: Typ 1
Diabetes seit: 0- 0-1990
Therapieform: Insulin
Pumpe-/Pen-Typ: Novopen 5
BZ-Messgerät: FreeStyle Libre mit LibreLink-App
Insulin: Fiasp / Tresiba
Wohnort: Zürcher Oberland
Kontaktdaten:

Re: Heute gelesen.....

Beitrag von hut » Mi 15. Jan 2020, 13:09

Aktuell informiert mit diabetesclub.ch:

Series-B-Finanzierung in Höhe von 21 Mio Dollar
DIGITALE, EVIDENZBASIERTE THERAPIE FÜR TYP-2-DIABETES UND ADIPOSITAS

Das Schweizer Unternehmen Oviva (https://oviva.com/ch/de/ ), Europas führender Anbieter von digitalen Typ-2-Diabetes-Therapien, hat eine Series-B-Finanzierung in Höhe von 21 Mio Dollar erhalten. Der neue Investor MTIP führte die Finanzierungsrunde an. Auch Earlybird ist als neuer Investor dabei. Die bisherigen Investoren AlbionVC, F-Prime Capital, Eight Roads Ventures und Partech sind ebenfalls an der neuen Runde beteiligt.

Das aufgenommene Geld wird für die technologische Weiterentwicklung und die Expansion in Europa gebraucht. Insgesamt hat Oviva damit bis heute Investitionen in Höhe von 34 Mio Franken erhalten.

Oviva bietet eine digitale, evidenzbasierte Therapie, um das Fortschreiten von Typ-2-Diabetes und Adipositas-assoziierten Erkrankungen umzukehren bzw. zu stoppen. Patienten erhalten über ihr Smartphone eine massgeschneiderte Ernährungsberatung sowie persönliches Coaching. Im Vergleich zu einer traditionellen „Face-to-Face Therapie“ bietet Oviva nachgewiesenermassen eine höhere Patientenbindung bei geringeren Kosten. Oviva hat bereits mehr als 90’000 Patienten in Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, der Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten behandelt.

Quelle:
https://www.moneycab.com/startups/oviva ... ollar-ein/
Wer einen Tippfehler findet, darf ihn behalten, ich besitze noch einen genügenden Vorrat davon!
diabetesclub.ch
. ist auch auf Facebook:
https://www.facebook.com/diabetesclub.ch
. betreibt die Facebook Gruppe "FGM (FreeStyle Libre) und CGM Anwender Schweiz": https://www.facebook.com/groups/www.diabetesclub.ch
. postet auf Instagram: diabetesclub.ch

Benutzeravatar
hut
Chief Executive Officer
Beiträge: 5910
Registriert: Fr 28. Mai 2010, 21:46
Diabetiker / Angehörige: Typ 1
Diabetes seit: 0- 0-1990
Therapieform: Insulin
Pumpe-/Pen-Typ: Novopen 5
BZ-Messgerät: FreeStyle Libre mit LibreLink-App
Insulin: Fiasp / Tresiba
Wohnort: Zürcher Oberland
Kontaktdaten:

Re: Heute gelesen.....

Beitrag von hut » Di 21. Jan 2020, 14:21

Der persönliche und vertrauensvolle Kontakt zum behandelnden Arzt ist ein massgeblicher und durch das Internet nicht zu ersetzender Pfeiler der Diabetestherapie. Dennoch ist diabetesclub.ch in der «Medical-Tribune» auf einen interessanten Artikel von Antje Thiel gestossen:

THERAPIE IM INTERNET

Diabetes und andere chronische Erkrankungen lassen sich online managen. Immer mehr Ältere nutzen das Angebot.

In der Ära des Web 2.0 lautete das Motto „Alle machen mit“. Dies gilt selbstverständlich auch für Menschen mit Diabetes, und zwar nicht nur für junge.

"Inzwischen sind wir längst im Web 3.0 angelangt.", betonte Dr. Thomas Kleinoeder von der Internet-Agentur KWHC aus Uelzen: „Das bedeutet, dass sich Menschen über Internet- und Smartphone-Anwendungen dynamisch und quasi grenzenlos vernetzen können.“

Die neuen technischen Möglichkeiten werden auch im Gesundheitsmarkt bereits heute intensiv genutzt, wie eine aktuelle deutschlandweite Online-Studie des Beratungsunternehmens healthcare42 zum Nutzungsverhalten von Patienten an über 3000 Teilnehmern zeigt.

Web 3.0: Gesundheitsfragen im Internet klären
Den erhobenen Daten zufolge reicht den meisten Befragten (59 %) der einfache Online-Austausch mit Gleichgesinnten, die an ähnlichen Erkrankungen leiden. Etwa jeder Zweite wertete auch einen „digitalen Therapiebegleiter“ als hilfreich, der sich an die individuelle Situation anpassen lässt.

Weitere aufschlussreiche Zahlen: Die Mehrheit der Gesundheits-Surfer bilden chronisch Kranke (41 %), gefolgt von Menschen mit akuten Beschwerden (22 %) und gesunden Interessierten (20 %). Dia¬betes und Übergewicht wurden von gut 17 % der Befragten als Grund für Online-Recherchen angegeben – vor diesem Erkrankungskomplex lagen nur die beiden Themenfelder „Probleme mit dem Bewegungsapparat“ sowie „Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen“.

Gut 60 % der Teilnehmer waren Frauen, das Durchschnittsalter lag bei 59 Jahren. „Die Silver Surfer holen also auf“, kommentierte Dr. Kleinoeder, „ob junger Diabetes-Typ-1-Betroffener oder älterer Diabetes-Typ-2-Betroffener spielt bei der Betrachtung von Diabetes in Social Media also gar keine so große Rolle.“

Als Beispiel für die Online-Vernetzung älterer Menschen nannte Dr. Kleinoeder das Portal www.feierabend.de, das sich selbst als „Webtreff für die besten Jahre“ bezeichnet und „Online-Sofortkontakt zu über 175 000 Gleichgesinnten“ verspricht. Dort tummeln sich sehr aktive Nutzer, berichtete Dr. Kleinoeder.

Chronisch Kranke begrüßen Meinungsaustausch
Das Web-Nutzungsverhalten eines älteren Typ-2-Betroffenen skizzierte der Referent am fiktiven Patienten Herbert F.: „Er diskutiert auf www.feierabend.de mit anderen Typ-2-Betroffenen. Außerdem schaut er sich auf Youtube Videos an, die zeigen, wie man sich korrekt Insulin injiziert.“

„Seinen Blutzucker und andere Diabetesdaten dokumentiert er in der Smartphone-App mySugr, bei den Pharmaherstellern recherchiert er, welche neuen Medikamente es gibt, und über seinen Arzt informiert er sich im Vorfeld bei einem Arztbewertungs-Portal.“

Für die wachsende Internet-, Social-Media- und Smartphone-Affinität der Menschen gibt es einfache Erklärungen aus der Kommunikationsforschung. Der PR-Fachmann Ralph Brodel, der eine Agentur für Bewegtbildkommunikation in Bochum leitet, meinte hierzu: „Wir Menschen sind emotional ganz steinzeitlich programmiert.“

So war der ständige Informationsaustausch für Höhlenbewohner immens wichtig, was möglicherweise das Mitteilungsbedürfnis mancher Zeitgenossen in den sozialen Medien erklärt: „Früher erzählte man dem Nachbarn: ‚Hör mal, ich habe da vorn Spuren eines Säbelzahntigers gesehen – schon drei Tage hintereinander.‘ Heute posten Menschen ihren aktuellen Blutzucker bei Facebook“, sagte R. Brodel.

Ebenso archaisch seien Menschen bei der Informationsverarbeitung gestrickt: „Sobald sich etwas bewegt, schaut man hin und liefert dem Gehirn Sinnesreize, die es verarbeiten muss.“ Zudem haben Menschen dank ihrer Spiegelneuronen die Fähigkeit, sich in Artgenossen hin¬einzuversetzen und Gefühle nachzuempfinden, wenn sie sie ansehen.

Internet für Prävention aktiv nutzen
„Menschen wollen Menschen sehen! Auf diese Weise erklären sich auch die Präferenzen von Menschen bei der Informationsbeschaffung: Zuerst fragen Menschen ihre Freunde und Bekannten, wenn sie Informationen benötigen.“

An zweiter Stelle steht das Fernsehen als Informationsquelle. Lesen und Fachpresse hingegen liegen weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen möglicher Informationsquellen. „Medien-, Film- und Werbeindus¬trie machen sich diese Erkenntnisse längst zunutze“, betonte R. Brodel, „und wer Menschen für Prävention begeistern will, sollte dies ebenfalls tun.“

Quelle:
https://www.medical-tribune.de/medizin- ... -internet/
Wer einen Tippfehler findet, darf ihn behalten, ich besitze noch einen genügenden Vorrat davon!
diabetesclub.ch
. ist auch auf Facebook:
https://www.facebook.com/diabetesclub.ch
. betreibt die Facebook Gruppe "FGM (FreeStyle Libre) und CGM Anwender Schweiz": https://www.facebook.com/groups/www.diabetesclub.ch
. postet auf Instagram: diabetesclub.ch

Antworten