BZ-Rechner

Blutzuckerumrechner für mmol/l und mg/dl inkl. HbA1c (geschätzt)

HbA1c mg/dl mmol/l
Der angebene HbA1c ist nur ein Näherungswert. Er ersetzt nicht den vom Arzt gemessenen HbA1c, und darf nicht für Therapiezwecke verwendet werden.

Closed-Loop / "Künstliche Bauchspeicheldrüse"

Blutzucker Messgeräte, Nadeln, Pens, Datenverwaltung usw.

Re: Closed-Loop / Künstliche Bauchspeicheldrüse

Beitragvon Kenny » Mo 19. Jun 2017, 14:52

Klingt interessant, leider muss man sich da erstmal anmelden um das lesen zu können ...


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Anmerkung Admin:
Das haben wir für unsere Forenuser getan...

Closed Loop.pdf
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Re: Closed-Loop / "Künstliche Bauchspeicheldrüse"

Beitragvon hut » Mi 15. Nov 2017, 08:18

Künstliche Bauchspeicheldrüse - Marke Eigenbau
Risiken und Nebenwirkungen sind nicht ausgeschlossen, deshalb nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen!

Viele Erkrankte mit der Autoimmunkrankheit Diabetes mellitus Typ 1 träumen von einer künstlichen Bauchspeicheldrüse: Eine Insulinpumpe, die selbsttätig die Insulinzufuhr überwacht und rund um die Uhr regelt, würde ihnen ein nahezu normales Leben ermöglichen. Doch die Industrie tut sich schwer damit, ein solches Gerät auf den Markt zu bringen.

Die große Herausforderung ist, anhand der gemessenen Zuckerwerte zuverlässig die ideale Insulindosis zu berechnen, um Zuckerschwankungen zu vermeiden. Kommt es dabei zu einem Rechenfehler, kann das zu einer lebensgefährlichen Unterzuckerung führen - dieses Risiko meiden die großen Hersteller.

Doch immer mehr Betroffene wollen nicht länger warten. Sie tauschen sich in speziellen Foren im Internet aus und entwickeln eigene Lösungen. Auf der US-Internetplattform "Nightscout" haben sich an Diabetes erkrankte Softwareentwickler zusammengetan und selbst ein Programm zur Steuerung von Insulinpumpen entwickelt.

Doch auch hier gibt es Diabetiker, die nicht länger warten wollen und die verfügbaren Sensoren und Pumpen mit selbst gebautem Zubehör kombinieren - auf eigene Gefahr. Über Foren im Internet tauschen sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus, helfen sich gegenseitig und lernen voneinander. Mittlerweile nutzen einzelne Anwender auch Pumpensysteme, die über Internet-Software gesteuert werden und den Blutzuckerspiegel über Nacht im sicheren Bereich halten.

Quelle:
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/D ... es388.html

Video:
http://www.ardmediathek.de/tv/Visite/Di ... d=47585584
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Re: Closed-Loop / "Künstliche Bauchspeicheldrüse"

Beitragvon hut » Do 15. Mär 2018, 00:00

Die Diabeteswelt wartet seit geraumer Zeit darauf, dass ein Closed Loop-System (künstliche Bauchspeicheldrüse) auf den Markt kommen und das Leben mit Diabetes erleichtern.
Nicht alle Betroffenen warten, einige handeln auf «eigene Faust» und kreieren selbst entsprechende Systeme.
Der Blog «Diabetes Insights» hat Stefan, einen entsprechend kreativen Anwender interviewt:

3 MONATE CLOSED LOOP
was bringt es wirklich?

Aus dem Interview:
«Ich hab mir immer vorgenommen mein Leben durch den Diabetes nicht einschränken zu lassen und gleichzeitig so wenig Energie wie möglich zu investieren, um eine gute Einstellung zu haben. Meistens geht das eine mit dem anderen schwer einher, deshalb auch die Entscheidung zu einem Closed Loop».

«Kurz gesagt: Ruhige Nächte. Keine Hypos, keine Hypers. Immer zwischen 80 und 110 – und ich wache auch damit auf. Nach den meisten Essen einen Anstieg auf 160, mit schnell wirkendem/süßem Essen auf 200, dann wieder fallend».

closed loop.jpg

Zum Interview:
https://www.diabetes-insights.com/close ... interview/
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Re: Closed-Loop / "Künstliche Bauchspeicheldrüse"

Beitragvon hut » Mi 27. Jun 2018, 09:40

KÜNSTLICHE BAUCHSPEICHELDRÜSE BEWÄHRT SICH IM SPITAL
Patienten mit Typ-2-Diabetes profitieren bei einem Spitalaufenthalt von einer künstlichen Bauchspeicheldrüse. Die von einem Algorithmus gesteuerte Insulinabgabe führte im Vergleich zur herkömmlichen Insulintherapie zu einer deutlich besseren Blutzuckereinstellung, wie eine Studie aus Bern und Cambridge zeigt.

Rund ein Fünftel der hospitalisierten Patientinnen und Patienten leiden an einer diabetischen Stoffwechsellage, eine durch die Zuckerkrankheit gekennzeichnete Stoffwechselsituation mit dauerhaft erhöhtem Blutzuckerspiegel. Die Einstellung des Blutzuckers im Spital ist eine grosse Herausforderung: akute Krankheit, Änderungen in der Ernährung, Einnahme von Medikamenten und medizinische Behandlungen führen zu raschen Änderungen des Insulinbedarfs und zu Schwankungen des Blutzuckers. Eine stabile Blutzuckereinstellung ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für eine optimale Genesung und Vermeidung von Komplikationen.

In Zusammenarbeit mit der Universität Cambridge, Vereinigtes Königreich, und im Rahmen des neu gegründeten Diabetes Center Berne erforschte die Universitätsklinik für Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin und Metabolismus zusammen mit anderen Kliniken des Inselspitals Bern, inwiefern die künstliche Bauchspeicheldrüse – fachsprachlich das künstliche Pankreas genannt – das Diabetesmanagement im Spital verbessern kann.

Der Schweizer Studienleiter Prof. Dr. med. Christoph Stettler und die Schweizer Studienärztin Dr. med. Lia Bally betonen das Potenzial neuster Diabetestechnologie für die Spitalversorgung von Menschen mit Diabetes: «Das künstliche Pankreas hat sich in unserer Studie bewährt», so Lia Bally. «Im Vergleich zur herkömmlichen Therapie wiesen Patientinnen und Patienten fast viermal öfter einen idealen Blutzuckerwert auf. Werte oberhalb des Zielbereichs wurden um ein Viertel reduziert und der Blutzuckerverlauf zeigte signifikant weniger Schwankungen. Der grosse Vorteil des künstlichen Pankreas liegt in der prompten Reaktion auf einen veränderten Insulinbedarf.»

Praktikabel, wirksam und sicher
Insgesamt wurden 136 stationäre Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes in Bern und Cambridge rekrutiert. Nach dem Zufallsprinzip erhielten die Studienteilnehmenden entweder die herkömmliche Therapie mit manuellem Nachmessen und Insulininjektionen oder die Blutzuckereinstellung erfolgte mit dem künstlichen Pankreas. Das künstliche Pankreas besteht aus einem kontinuierlichen Glukosesensor, einer Insulinpumpe und einem Kontrollalgorithmus, der die Insulinabgabe je nach Blutzuckerwert bedarfsgerecht reguliert (dieser geschlossene Regelkreis wird auch als «Closed-Loop» bezeichnet). Das System kann innert 15 Minuten installiert werden und übernimmt die Blutzuckereinstellung autonom.

Das künstliche Pankreas erwies sich als wirksam, praktikabel und sicher im Spital einsetzbar: Die Blutzuckereinstellung der hospitalisierten Patientinnen und Patienten verbesserte sich im Vergleich zur herkömmlichen Insulintherapie signifikant, mit vergleichbaren Insulinmengen und ohne Auftreten vermehrter Unterzuckerungen. 98 Prozent der Patientinnen und Patienten waren mit der Blutzuckerregulation über das künstliche Pankreas zufrieden und 100 Prozent würden das neue System anderen mit Typ-2-Diabetes im Spital weiterempfehlen.

Quelle:
http://barfi.ch/Gesundheit/Kuenstliche- ... -im-Spital
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Re: Closed-Loop / "Künstliche Bauchspeicheldrüse"

Beitragvon hut » Di 7. Aug 2018, 12:55

Einmal mehr ist diabetesclub.ch auf einen Bericht betreffend Closed-Loop-System gestossen:

FORSCHUNG DES INSELSPITALS BERN HILFT DIABETIKERN

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) reguliert den Blutzuckerspiegel über das Hormon Insulin. Erkrankungen dieser Drüse können deshalb Diabetes, also Insulinmangel, zur Folge haben. Rund eine halbe Million Diabetes-Erkrankte leben in der Schweiz. Die weitaus häufigste Form ist Diabetes Typ 2, wovon hauptsächlich über 40-Jährige betroffen sind (früher Alterszucker genannt).

Der Blutzuckerspiegel vieler Betroffener muss über eine Insulinspritzentherapie ins Lot gebracht werden. «Über 20 Prozent der hospitalisierten Patienten am Inselspital leiden unter einer diabetischen Stoffwechsellage», sagt Lia Bally, Ärztin an der Klinik für Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin und Metabolismus des Inselspitals Bern. Namentlich im Spital sei die Einstellung des Blutzuckers bei Patientinnen und Patienten eine grosse Herausforderung.
Bedingt durch Krankheiten, Medikamenteneinnahme sowie Änderungen in der Ernährung schwankt laut Lia Bally der Insulinbedarf hier enorm. «Im Prinzip müsste ein Arzt die Insulintherapie fortlaufend anpassen, was aber im Spitalalltag kaum realistisch ist.» Eine stabile Blutzuckereinstellung sei aber eine wichtige Voraussetzung für eine optimale Genesung und Vermeidung von Komplikationen.

Künstliche Bauchspeicheldrüse
Nun hat ein Team der Berner Uniklinik für Diabetologie – in Zusammenarbeit mit der Universität Cambridge (GB) – in einer Studie gezeigt, wie die Blutzuckereinstellung massiv verbessert werden kann. Unter der Leitung des Klinikdirektors Professor Christoph Stettler wurde dabei eine künst¬liche Bauchspeicheldrüse eingesetzt. Dies ist allerdings keine 1:1-Kopie einer menschlichen Drüse – und sie wird auch nicht implantiert.
Ärztin Lia Bally erklärt das System, das vom britischen Mathematiker Roman Hovorka entwickelt wurde: «Das Gerät besteht aus einer Insulinpumpe und einem Glukosesensor sowie einer Software, die die beiden Dinge koppelt.» Innerhalb von fünfzehn Minuten sei das System bei Patienten angeschlossen und betriebsbereit. «Sinkt der Blut¬zuckerwert, stoppt die Insulin¬zufuhr; steigt er, wird Insulin abgegeben.» Das sei ein Paradebeispiel für eine individualisierte Therapie, angepasst am Bedarf der Patienten.

In Florida vorgestellt
In Bern und in Cambridge wurden von Lia Bally insgesamt 136 stationäre Patientinnen und Patienten für die Studie rekrutiert. Nach dem Zufallsprinzip erhielten sie entweder die herkömm¬liche Therapie mit manuellem Nachmessen und Insulininjektionen, oder aber die Blutzuckereinstellung erfolgte autonom mit dem künstlichen Pankreas. Die Ergebnisse sind eindeutig. Lia Bally: «Das künstliche Pankreas hat sich bewährt.

Im Vergleich zur herkömmlichen Therapie wiesen Patientinnen und Patienten fast 25 Prozent öfter einen idealen Blutzuckerwert auf. Überzuckerungen wurden um mehr als die Hälfte reduziert.» Der grosse Vorteil des künstlichen Pankreas liege in der prompten Reaktion auf einen veränderten Insulinbedarf.

Die Studienergebnisse wurden von Lia Bally vor ein paar Wochen in Orlando (US-Bundesstaat Florida) am weltweit grössten Diabetes-Kongress präsentiert und gleichzeitig im «New England Journal of Medicine» veröffentlicht. «Es gab viele positive Rückmeldungen», ist Ballys einziger Kommentar zur Studie.

Die Kommunikationsabteilung der Insel Gruppe AG geht weiter: «Die erst 30-jährige Lia Bally ist eine Senkrechtstarterin, die sich innert kürzester Zeit international in der Diabetes-Forschung einen Namen gemacht hat.» Sie wird ab September 2018 neu als Assistenzprofessorin an der Klinik des Inselspitals arbeiten.

Nicht für alle Diabetiker
In einer Folgestudie geht es derzeit darum, dass Diabetes-Kranke ins Inselspital kommen und die künstliche Bauchspeicheldrüse während zweier Tage überwacht testen. «Prinzipiell», meint Lia Bally, «könnte man das auch zu Hause weiterführen, allerdings erst im Rahmen von klinischen Studien.»
Es gehe jetzt auch darum, her¬auszufinden, welche Patienten von einem solchen System profitieren können. Längst nicht alle Diabetiker würden es brauchen.

Quelle:
https://www.langenthalertagblatt.ch/reg ... y/11203395
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Re: Closed-Loop / "Künstliche Bauchspeicheldrüse"

Beitragvon hut » Mi 13. Feb 2019, 11:49

diabetesclub.ch ist auf einen interessanten Bericht zur Digitalisierung in der Diabetologie gestossen:

DIABETIKER BASTLEN SICH IHREN»DO-IT-YOURSELF»-PANKREAS
Diabetespolitik ist mehr als Zuckerreduktion: Die Digitalisierung verändert die Versorgung von Grund auf. Dabei geht es nicht darum, den Arzt zu ersetzen, sondern mehr Zeit für Patienten freizuschaufeln.

Diabetes und Digitalisierung, das ist noch immer für viele das Blutzuckertagebuch auf dem Handy. Die Wirklichkeit ist zumindest beim Typ-1-Diabetes längst darüber hinweg: Die kontinuierliche Zuckermessung gestattet in Verbindung mit Insulinpumpen und intelligenten Steuerungsalgorithmen zunehmend eine Versorgung auf „Autopilot“ – mit enormen Konsequenzen.

„Die Zeit im therapeutischen Zielbereich wird zum entscheidenden Parameter“, betonte Professor Thomas Danne vom Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover. Der „Durchschnittswert“ HbA1c verliere in der Therapiesteuerung seine Relevanz.

Optimieren lässt sich die Zeit im Zielbereich durch (teil)automatisierte Insulinpumpen (AID-Systeme), die auf kontinuierliche Messwerte in Echtzeit reagieren. In den USA nutzen mehr als 100.000 Patienten ein AID. Auch in Europa sind Systeme zugelassen, die in Deutschland aber nicht erstattet werden.

Looper immer häufiger
Echte AID finanziert bisher niemand: „Wir haben Patienten, die überlegen, deswegen ihren Wohnsitz zu verlagern“, so Danne bei der Jahrespressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin. Wer nicht umziehen will, kann mit Elektronikbauteilen aus dem Elektromarkt sowie etwas Hilfe aus dem Internet Insulinpumpen, Smartphones und Mess-Systeme im Eigenbau verschalten. „Looper“ werden diese Patienten genannt, und es gibt immer mehr von ihnen.

Die Diabetes-Bloggerin Stephanie Haack ist eine davon. Seit sie ihr Do-it-yourself-AID in Betrieb genommen hat, hat sie weniger nächtliche Unter- und Überzuckerungen. Auch Erkältungen bringen den Zuckerstoffwechsel viel weniger durcheinander: „Die Ergebnisse sind fantastisch. Der Zucker ist in den Nächten in der Regel so stabil, dass ich durchschlafe. Das war vorher definitiv nicht der Fall.“

Die digitalisierte Zukunft der Diabetesversorgung stellt sich Haack so vor, dass sie sich viel weniger um ihre Erkrankung kümmern muss. Die Zuckereinstellung übernimmt der Algorithmus, Routine-Arztbesuche sind kurze Video-Chats, Rezepte werden elektronisch erstellt und die Materialien per Post geliefert: „Es geht nicht darum, auf persönliche Gespräche zu verzichten, sondern darum, sie gezielter zu nutzen, wenn sie einen Mehrwert haben.“

Quelle:
https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... =897728880
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Re: Closed-Loop / "Künstliche Bauchspeicheldrüse"

Beitragvon hut » Fr 7. Jun 2019, 10:09

Seit mehreren Jahren wird in der Diabetes-Szene über Closed-Loop diskutiert. Für diabetesclub.ch Grund, auf einen Bericht in «diabetes-online» zur Entwicklung von Closed-Loop-Systemen im di-it-yourself-Verfahren hinzuweisen:

DO-IT-YORSELF CLOSED-LOOP: WIE ALLES BEGANN
(Auszug)

Geburtsstunde der Do-It-Yourself-Closed-Loop-Projekte war das Engagement einzelner Personen. Entwickelt haben sich inzwischen erstaunliche Systeme.

• Ein Informatiker mit Typ-1-Diabetes, Ben West, der fünf Jahre seiner gesamten Freizeit dafür gab, die Funkverbindung zwischen seiner Medtronic Pumpe und dem dazugehörigen USB-Stick zu entschlüsseln ...

• Ein Vater, John Costik, der gemeinsam mit seiner Frau und anderen Eltern eine Möglichkeit entwickelte, die CGM-Werte ihrer Kinder aus der Ferne auf einer eigens dafür eingerichteten Website auf dem PC, Laptop oder Tablet, auf dem Smartphone oder auf einer Smartwatch betrachten und gegebenenfalls einschreiten zu können (Nightscout – mit dem Logo der wachsamen Eule) ...

• Eine junge Frau mit Typ-1-Diabetes, Dana M. Lewis, die ihre CGM-Alarme aufgrund eines zu tiefen Schlafes nicht hörte, und ein World Wide Web, das alle zusammenführte ...

... mehr brauchte es zunächst nicht, um sich gemeinsam die Frage zu stellen: Warum sollte man nicht die vorhandenen, älteren Insulinpumpen, bei denen ein Zugriff über den firmeneigenen USB-Stick (Carelink Stick, für das Auslesen der Pumpe) noch möglich war, die CGM-Werte über den Umweg einer Nightscout-Website und einen einfachen Algorithmus, der seit Jahren erfolgreich in der Regelungstechnik eingesetzt wird, miteinander verknüpfen?

Quelle / mehr dazu:
https://www.diabetologie-online.de/a/sc ... nn-2000199
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