Digitalisierung - Angiff auf Patientendaten?

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hut
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Digitalisierung - Angiff auf Patientendaten?

Beitrag von hut »

Dank der Digitalisierung konnten in der Diabetestherapie wesentliche Fortschritte erreicht werden. diabetesclub.ch ist im «Zürcher Oberländer» auf einen Presseartikel aus der Schweiz zur Digitalisierung der Patientendaten gestossen, welcher aber doch eher etwas nachdenklich stimmt:

ANGRIFF AUF PATIENTENDATEN


Datenschutz Wirtschaftsführer wollen seit langem Zugang zu den Gesundheitsdaten von Schweizerinnen und Schweizern.
Jetzt zeigt das Protokoll einer Geheimsitzung in Bern, wie ihnen der Bundesrat dabei helfen will.

Im Morgengrauen des 25. Oktober 2018 kommt es in der Berner Bundesgasse zu einem einzigartigen Defilee der Macht: Zwei Bundesräte, der Bundeskanzler, die Präsidenten der renommiertesten Hochschulen des Landes, Spitzenvertreter von Roche, Givaudan, SBB, Swisscom, UBS, Google und weiteren Grosskonzernen, Vertreter von Wirtschaftsverbänden, ein Amtsdirektor, ein Regierungsrat, ein Ständerat, mehrere Generalsekretäre – alle steuern sie den Bernerhof an, den Sitz des Finanzdepartementes.
Das Treffen steht nicht in der öffentlichen Veranstaltungsagenda des Bundes. Am 25. Oktober 2018 diskutieren Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann mit dem Beirat «Digitale Transformation», dem wohl hochkarätigsten Beratergremium des Bundesrats seit Jahrzehnten, über die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Ein brisantes Thema.
In den Arztpraxen und Operationssälen, in den Labors und bei den Versicherern ist die digitale Revolution längst angekommen. Sie verspricht vieles: präzisere Diagnosen, bessere Behandlungen, tiefere Kosten und Durchbrüche in der Forschung.

In der gleichen Zeitung (Ausgabe vom 19.02.2019) warnt Franziska Sprecher, Rechtsprofessorin für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Bern in einem Interview davor, der Wirtschaft den Zugriff auf die Gesundheitsdaten zu erleichtern – weil dieses Wissen gegen die Patienten verwendet werden könnte.

Zum Presseartikel und zum Interview mit der Rechtsprofessorin Franziska Sprecher:
Angriff auf Patientendaten.docx
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Re: Digitalisierung - Angiff auf Patientendaten?

Beitrag von hut »

Digitalisierung und Technologie sind für Menschen mit Diabetes kaum mehr wegzudenken. diabetesclub.ch ist auf einen Bericht des DiaTec-Kongresses in Berlin gestossen:

DIGITALISIERUNGS – UND TECHNOLOGIE-REPORT DIABETES 2020 VORGESTELLT

Einen aktuellen Überblick über Trends bei Digitalisierung und neuen Technologien in der Diabetologie gibt der neue Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2020 (D.U.T). Auch in der zweiten Ausgabe des Reports, liefern die Autoren mit neuen Zahlen, Meinungen und Fakten jede Menge Stoff für die aktuelle Diskussion.
«2020 ist der Beginn eines neuen Jahrzehnts, ein Jahrzehnt, in dem die Digitalisierung in allen Lebensbereichen eine immer stärkere Rolle einnehmen wird», heißt es im Vorwort zum neuen Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2020 (D.U.T).

Was das für die Diabetologie bedeutet und was die aktuellen Entwicklungen und Trends der fortschreitenden Digitalisierung und neuer Technologien sind, darüber gibt der D.U.T-Report 2020, der von der Berlin-Chemie AG unterstützt wird und im Kirchheim-Verlag erscheint, Auskunft. Vorgestellt wurde der D.U.T-Report 2020 jetzt anlässlich des DiaTec-Kongresses in Berlin, online abrufbar ist er ab sofort unter www.dut-report.de.

Im ersten Teil des Digitalisierungs- und Technologiereports Diabetes werden die Ergebnisse von Befragungen von Ärzten und Patienten dargestellt. Im Vergleich zum Vorjahr wächst der Einsatz neuer Technologien bei den befragten Diabetologen deutlich. Erstmals wurden für den D.U.T-Report 2020 auch Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes sowie Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes befragt. Laut der Umfrage sehen Patienten die Digitalisierung überwiegend positiv: 85 Prozent der Befragten mit Typ-1-Diabetes und 73 Prozent derjenigen mit Typ-2-Diabetes schätzen diese als sehr wichtig ein. Bereits jetzt bewerten 53 Prozent der Befragten Closed-Loop-Systeme als ein sehr bedeutsames Thema der Diabetologie – vor allem für Eltern von Kindern mit Diabetes (63 Prozent) und für Erwachsene mit Typ-1-Diabetes (55 Prozent) spielt dies heute schon eine große Rolle.
Im zweiten Teil des Reports behandeln verschiedene Autoren unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung und neuer Technologien in der Diabetologie. Hierbei werden auch kritische Aspekte der Digitalisierung beleuchtet. So müssen immer noch viele Hürden in der diabetologischen Praxis genommen werden.

Quelle /mehr dazu:
https://www.diabetes-online.de/a/d-u-t- ... lt-2063970

Zum Report:
www.dut-report.de
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Re: Digitalisierung - Angiff auf Patientendaten?

Beitrag von hut »

Patientendaten sind begehrt bei Cyberkriminellen
Die Spitäler im Kanton Zürich werden praktisch jeden Tag angegriffen.


Eine Statistik über Cyberangriffe auf Zürcher Spitäler gibt es nicht. Fest stehe, dass diese Erpressungs- und Betrugsversuche täglich stattfänden, schreibt der Regierungsrat in einer Antwort auf eine Anfrage von FDP und Grünen. Viele der Attacken blieben unbemerkt, weil sie von den IT Systemen abgefangen werden. Eine Umfrage unter den Listenspitälern vom März hat laut Regierungsrat ergeben, dass sämtliche Spitalleitungen sich des Risikos bewusst sind und dieses als «hoch bis sehr hoch» bezeichnen.
Die Grundversorgung war bisher zwar noch nie gefährdet. Der Regierungsrat schätzt die Lage trotzdem als kritisch ein. Vorgaben für die Spitäler seien notwendig, schreibt er.

Gegen eine Meldepflicht
Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich prüft derzeit, ob die Spitallisten um einen Anhang erweitert werden sollen ,in dem es um Fragen der Informationssicherheit geht. Denkbar sei auch, die gesundheitspolizeiliche Bewilligung für ein Spital von solchen Auflagen abhängig zu machen.
Eine kantonale Meldepflicht für Cyberattacken findet der Regierungsrat hingegen nicht sinnvoll. Das bringe wenig. Denn die Sicherheitsverantwortlichen der Spitäler seien ohnehin miteinander vernetzt und würden sich laufend austauschen. Zudem setze der Bund bereits Warnmeldungen an die Spitäler ab, sobald bei ihm entsprechende Meldungen eingehen würden. So sei dafür gesorgt, dass die Verantwortlichen der Spitäler rasch alarmiert würden.

Quelle:
ZO / AvU Montag,11.Mai2020
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