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Blutzuckerumrechner für mmol/l und mg/dl inkl. HbA1c (geschätzt)

HbA1c mg/dl mmol/l
Der angebene HbA1c ist nur ein Näherungswert. Er ersetzt nicht den vom Arzt gemessenen HbA1c, und darf nicht für Therapiezwecke verwendet werden.

Insulin und Unterzuckerungen

Alles um den Blutzucker

Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon angelath » Mo 6. Mai 2019, 19:13

Nach einiger Zeit habe ich mal wieder Fragen; oder ihr habt vielleicht Ideen:

In meiner 1. Schwangerschaft habe ich Schwangerschaftsdiabetes bekommen, welche danach blieb. Ich hatte die Werte mit Metfin im Griff und auch 15 Kilo abgenommen im Vergleich zu vor der SS, konnte das Metfin auch senken. Nun bin ich wieder Schwanger und wieder auf Insulin. Leider verhält es sich dieses mal ganz anders; ich spritze nach Schema zu den Mahlzeiten 6 Einheiten NovoRapid und abends 38 Einheiten Levemir, damit der Nüchternwert (war schon in der letzten Schwangerschaft ein grosses Problem) unter den 5.3 bleibt.

Nun benötige ich wirklich die 6 Einheiten für die 3 Mahlzeiten bei denen ich 50g Kohlenhydrate esse und den Rest mit Gemüse, Salat und Eiweissen auffülle. Dazwischen esse ich nicht. Nun ist das Problem, dass ich nur schon bei geringer Bewegung sehr schnell unterzuckere.
So esse ich um 6.30 Frühstück mit einem Nüchternwert von 5.0-5.3) (an den beiden Tagen an denen ich arbeite), um 7 gehe ich zum Haus raus und laufe bis zum Tram, 20 Minuten Stramm. nach 10 Minuten Fahrt laufe ich nochmals 15 Minuten bis zur Arbeit und mein BZ ist dort oft schon bei 5. Eine Stunde später sinkt er bis 3,xx. Ich zittere, habe Schweissausbrüche und mir ist dann schwindlig. Er war auch schon 2,xx. Inzwischen messe ich einfach alle 15 Minuten, damit ich den Sinkflug mitbekomme und rechtzeitig eingreifen kann mit Traubenzucker.

Dasselbe kann mir auch am Samstag passieren, wenn wir frühstücken, dann einkaufen gehen und ich einfach etwas rumlaufe in den Läden...ODer wenn ich nach dem Essen mit meinem Sohn spazieren gehe...

Da ich ja ausser der SS-Diabetes ein rechter Neuling bin, kann ich mir vorstellen, dass ihr einige Tips auf Lager habt. Mit dem Metfin bin ich super klargekommen, da gabs diese Probleme natürlich nicht. Ich habe morgen einen Arzttermin in der Uniklinik. Mit dem Arzt bin ich dauernd in Kontakt und bin gut gehalten, er wollte mich auch sehen mit einer Diabetologin und einer Ernährungsberaterin, aber vielleicht habt ihr noch Input.

Liebe Grüsse und einen schönen Abend
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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon hut » Di 7. Mai 2019, 09:18

Hallo angelath
Schnelle und häufige Unterzuckerungen sind in der Regel ein Zeichen eine zu hohen Insulindosis. Ich empfehe dir dringend, das Problem mit deinem Arzt zu besprechen.
Allenfalls müsste auch deine Ernährung genauer angeschaut werden. Nahrungsmittel mit einem hohe glykämischen Index führen zu einer kurzen Blutzuckerspitze, welche aber sehr schnell wieder nachlässt.

Wie misst du deinem Blutzucker? Falls du mit dem FreeStyle Libre oder mit einem CGM misst, könnte die Verlaufskurve allenfalls Antworten liefern.
Wer einen Tippfehler findet, darf ihn behalten, ich besitze noch einen genügenden Vorrat davon!
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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon Herr_Koch » Di 7. Mai 2019, 10:00

Bei einem "normalen" Diabetiker würd ich sagen, die Insulindosis ist zu hoch, also reduzieren. Oder den Spritzzeitpunkt anders wählen. Bei einem Schwangerschaftsdiabetes sind solche Tipps aber heikel, da viel schärfer auf den BZ geachtet werden muss ...
Du schreibst, du brauchst die 6 Einheiten. Hast du denn schon mal weniger gespritzt und danach zu hohe Werte gehabt?
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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon angelath » Di 7. Mai 2019, 16:04

Hallo Hut
Danke für deine Nachricht. Ich esse nur 50g Stärkehaltige Beilage pro Mahlzeit oft in Form von Vollkorn. Würde ich weniger Insulin spritzen, überschreite ich den Wert (8.0). Also nehme ich an, ich brauche diese Menge Insulin für die Hauptmahlzeiten schon.
Ich habe heute aber noch einige Tips erhalten wie Eiweiss dazuessen oder etwas Fett (Eiweiss fehlt halt am Mittag bei mir doch oft). Der Zucker soll dann langsamer ins Blut transportiert werden. Ich soll auch am Vormittag (Dort sind die Unterzuckerungen meist) ne kleine Zwischenmahlzeit essen, und dann erst nach 2.5 Stunden Mittagessen. ZM aus Eiweiss und wenig KH (Magerquark und 3 Blevita zum Beispiel).

Ich bekomme jetzt am Freitag diesen Freestyle Libre, den habe ich schon in der letzten SS bekommen, weil meine Werte so schwer kontrollierbar waren...Gibt es das wirklich? Werte die schwer kontrollierbar sind obwohl jemand sehr genau aufs Essen schaut und sehr gewissenhaft misst etc? Oder bin ich womöglich nicht so gut beraten? (Was ich eigentlich nicht das Gefühl habe).

Naja, morgen ist ein neuer Tag und ich gehe heute noch Einkaufen, damit ich mehr Eiweiss und Zwischenmahlzeiten bekomme...

Liebe Grüsse
Angela
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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon angelath » Di 7. Mai 2019, 16:07

Herr_Koch hat geschrieben:Bei einem "normalen" Diabetiker würd ich sagen, die Insulindosis ist zu hoch, also reduzieren. Oder den Spritzzeitpunkt anders wählen. Bei einem Schwangerschaftsdiabetes sind solche Tipps aber heikel, da viel schärfer auf den BZ geachtet werden muss ...
Du schreibst, du brauchst die 6 Einheiten. Hast du denn schon mal weniger gespritzt und danach zu hohe Werte gehabt?

Ja, ich habe weniger gespritzt, dann waren die Werte 1h nach Mahlzeit über 8.0 (bei sehr genauem Essen). Mein Arzt riet mir, es mit 8E zu versuchen (als ich das erste mal wieder zu ihm ging wegen der Schwangerschaft), ich habe dann auf 6 reduziert, weil das langte, 5E langte aber nicht mehr.

Kannst du mir das mit dem SPritzzeitpunkt erklären? Wie anders wählen? Ich spritze etwa 15 Minuten vor dem Essen.

Die Unterzuckerungen kommen ja vor allem, wenn ich mich danach viel Bewege, als wäre der Zucker 1h nach der Mahlzeit gut, ich Bewege mich 1h zügig und dann gibts nen Absturz.

LG Angela
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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon Herr_Koch » Mi 8. Mai 2019, 09:40

Idealerweise kommen Zucker und Insulin ja gleichzeitig zu wirken. Dann gibts keine Spitzen und, sofern die Dosierung stimmt, auch keine Unterzuckerungen. Das ist natürlich nur Theorie, im Alltag schafft man das kaum. Drum kann man mit dem Spritzzeitpunkt etwas spielen. Heisst, wenn du zB. etwas isst, das Komponenten enthält, die die Zuckerverstoffwechselung bremsen (Fett, Proteine), lohnt es sich zB. das Insulin später zu spritzen. Sonst landest du in einer Hypo, weil die Kohlenhydrate noch nicht wirken. Ebenso bei langsam wirkenden Kohlenhydraten wie Vollkornprodukten. Umgekehrt ists natürlich bei einem Fruchtsalat zB., der viele schnell wirksame Kohlenhydrate enthält, wenn man da später spritzt, wird der Zucker in die Höhe schiessen. Zudem kanns sein, dass du dann in eine Hypo gerätst, weil dein körpereigenes Insulin dann schon arbeitet, wenn das zugespritzte Insulin zu wirken beginnt. Und du dann zu viel Insulin in dir hast.

Dies aber nur so als Ideen, kannst das ja mit dem Arzt mal anschauen. Am einfachsten wärs natürlich, wenn du auf "zu viel Bewegung" verzichtest. Aber das ist auch nicht alltagstauglich.
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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon hut » Mi 8. Mai 2019, 09:50

angelath hat geschrieben:Ich bekomme jetzt am Freitag diesen Freestyle Libre

Die BZ-Verlaufskurve wird wahrscheinlich einige offene Fragen beantworten.

angelath hat geschrieben:Gibt es das wirklich? Werte die schwer kontrollierbar sind obwohl jemand sehr genau aufs Essen schaut und sehr gewissenhaft misst etc?

Ja, as gibt es!

angelath hat geschrieben:Oder bin ich womöglich nicht so gut beraten? (Was ich eigentlich nicht das Gefühl habe).

Ich gehe davon aus, dass deine Insulin-Einstellung und die Ernährungsberatun druch einen Diabetologen und eine Ernährungsberatung erfolgt.
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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon angelath » Do 9. Mai 2019, 12:57

@Herr Koch
Danke für deinen Input, habs ausgedruckt und muss es mir nochmals durch den Kopf gehen lassen und kanns morgen auch noch mit der Diabetologin anschauen, muss das alles erst wieder verinnerlichen mit dieser Schwangerschaftsdiabetes.
Weniger Bewegung kommt nicht in Frage, habe dadurch 15 Kilo abgenommen und will diese ja nicht wieder zunehmen. Ausserdem ist Bewegung ja gut bei Diabetiker, das muss ja dann anders gemanaged werden meiner Meinung nach...

@Hut
Danke dir auch.
Werde zum Freestyle nun auch ein Esstagebuch führen um das mit der Ernährungsberaterin anzuschauen... Ja, ich habe im Unispital Zürich einen Oberarzt an meiner Seite der seit der 1. SS meine Diabetes betreut, eine Ernährungsberaterin und eine Diabetologin.
Werde euch gerne auf dem Laufenden halten.

Heute hatte ich zumindest mal keine Unterzuckerung obwohl dieselbe Bewegung. Habe mein Müsli morgens aber mit einem 200g fettfreiem Quark gegessen (laut Ernährungsberatung hat Eiweiss bei mir am morgen gefehlt, bisher war es Milch). Obs daran lag? Weiss nicht, aber es ging mir schon deutlich besser ohne Unterzuckerung :-)

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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon Herr_Koch » Do 9. Mai 2019, 16:05

Weniger Bewegung kommt nicht in Frage, habe dadurch 15 Kilo abgenommen und will diese ja nicht wieder zunehmen. Ausserdem ist Bewegung ja gut bei Diabetiker, das muss ja dann anders gemanaged werden meiner Meinung nach...


Das stimmt natürlich. Ich dachte auch eher an die Dauer der Schwangerschaft. Wenns gar nicht klappt, ists halt ne Abwägung, was weniger schlimm ist. Und da in der Schwangerschaft der Zucker in engeren Bahnen laufen soll, wär ein evtl. zusätzliches Gewicht wohl eher zu verschmerzen. Aber natürlich hast du recht, dass das anders gelöst werden sollte. ;)
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Re: Insulin und Unterzuckerungen

Beitragvon angelath » Do 9. Mai 2019, 16:44

Herr_Koch hat geschrieben:
Weniger Bewegung kommt nicht in Frage, habe dadurch 15 Kilo abgenommen und will diese ja nicht wieder zunehmen. Ausserdem ist Bewegung ja gut bei Diabetiker, das muss ja dann anders gemanaged werden meiner Meinung nach...


Das stimmt natürlich. Ich dachte auch eher an die Dauer der Schwangerschaft. Wenns gar nicht klappt, ists halt ne Abwägung, was weniger schlimm ist. Und da in der Schwangerschaft der Zucker in engeren Bahnen laufen soll, wär ein evtl. zusätzliches Gewicht wohl eher zu verschmerzen. Aber natürlich hast du recht, dass das anders gelöst werden sollte. ;)


Achso, ja da hast du auch Recht, da muss man dann das kleinere Übel wählen...Habe nur letzte Schwangerschaft festgestellt, wie unbeweglich man mit Bauch wird und als ich zwei Wochen krank war, bin ich kaum mehr auf die Beine gekommen...Tägliche Bewegung ist drum irgendwie ein Muss...Aber jetzt wird erstmal alles optimiert und geschaut, bin gespannt auf den Freesyle morgen und froh darüber...
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